Den toten Frauen fehlt die rechte Hand, immer sauber abgetrennt. Ein einfallsreicher Serienkiller? Kommissar Rovère gelingt es zunächst nicht, eine Verbindung zwischen den einzelnen Opfern herzustellen. An der Seite der Ermittlungsrichterin Nadia Lintz verfolgt er hartnäckig die wenigen Spuren. Ein bei der zweiten Toten gefundenes Flugticket deutet erstmalig auf eine Verbindung nach Polen. Dann geschieht wieder ein Mord: in Polen, Krakau. Und wieder fehlt dem Opfer die rechte Hand. Der Zusammenhang ist offensichtlich. Doch erst der Hinweis auf ein kleines Dorf in unmittelbarer Nähe des KZ Birkenau bringt Licht in Zusammenhänge, die vor Jahrzehnten ihren Ursprung haben.
Streckenweise aus der Sicht des Mörders erzählt, dessen Identität dem Leser aber verschlosssen bleibt, ist «Die Goldgräber» ein raffiniert aufgebauter Roman mit glaubwürdigen Charakteren und einem Plot, der unter die Haut geht. Die Romane um die Ermittlungsrichterin Lintz und das Polizeiteam, in dessen Mittelpunkt Kommissar Rovère steht, werden in Frankreich aktuell verfilmt.
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Jonquet, Thierry
Die Goldgräber
(Originaltitel: Les orpailleurs, erstmals 1993 bei Gallimard)
Aus dem Französischen von
Eliane Hagedorn und Bettina Runge
Deutsche Estausgabe
352 Seiten
Taschenbuch 1015
€ 12,80
sFr 22,60
ISBN 3-923208-51-0 |
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