Programm Allgemeine Belletristik

Die Schöne von Fontenay

Pouy, Jean-Bernard

 

Ich hatte da so ein Gefühl im Magen, daß irgendwo der Wurm drin war, als hätte sich gerade eine kleine innere Sirene lautlos bebend in Gang gesetzt.
Ich sehe die blauen Kameraden ganz hinten über den Hauptweg rennen. Man könnte ja meinen, die kommen hierher. Vielleicht suchen die war. Vielleicht verfolgen die jemanden. In meinem Leben habe ich die Bullen schon zu oft antanzen sehen, um wirklich beeindruckt zu sein, aber trotzdem, all das ruft schlechte Erinnerungen in mir wach, sagt mir was wie ein böses Andenken.
Der erste der Gesetzeshüter blieb zwei Meter vor mir stehen, die Knie gebeugt und seine Waffe auf meinen Kopf gerichtet. Ich hob die Hände hoch, so ein Patzer, hier, in aller Frühe und mitten in den Kleingärten, ist schnell passiert, und da beweis du mal irgendwas.
Ein zweiter stürzt sich auf mich, tastete mich ruck, zuck ab, warf mich dann auf einen der Kartoffelsäcke und presste mich brutal mit einem Knie auf meinem Rücken nieder.
Daraufhin sah ich die anderen gegen die großen blauen Plastikfässer vorrücken, in denen wir das Regenwasser auffange. [...] 



zurück