Volles Leichenhaus

Manchette, Jean-Patrick

«[...] Selten gab es einen liebenswerteren Privatdetektiv. Eugène Tarpon ist der Tradition nach erfolglos und moralisch, hilfsbereit und begriffsstutzig. Und alles mit einem wunderbar französischen Charme. Sehr empfehlenswert.»

www.mordlust.de

 

«[...] Geschickt balanciert Manchette zwischen überzogener Hommage an die Noir-Vorbilder und rasanter Groteske, und am Ende handelt es sich bei Eugène Tarpon doch um eine eigenständige französische Version eines Hardboiled-PI. Mit der Demontage der ich-erzählenden Heldenfigur löst sich Manchette von den Vorgaben und schlägt noch den letzten Stützpfosten aus der ohnehin düsteren Noir-Welt. Die Welt des Romans ist dennoch eher turbulent als trostlos. Witz und Lebendigkeit liegen dabei nicht in ausgefeilter Sprache, [...] sondern im virtuosen Anhäufen unerwarteter Action und ihrer Verzerrung ins Groteske durch den unbeholfenen Ermittler.»

Crime Corner

  

«[...] Jean-Patrick Manchette schreibt rasant und äußerst präzise. Er gemahnt mit seinen drastischen Szenen an James Ellroy, ergänzt diese Brutalität allerdings mit einem gehörigen Schuss schwarzen Humors.»

«Jean-Patrick Manchette gilt seit den Siebzigerjahren als einer der wichtigsten Schriftsteller Frankreichs. [...] Jean-Patrick Manchette schreibt rasant und gleichzeitig äußerst präzise. Er gemahnt mit seinen drastischen Szenen an James Ellroy, ergänzt diese Brutalität allerdings mit einem gehörigen Schuss schwarzen Humors.»

Urner Wochenblatt

 

«[...] Jean-Patrick Manchette, geboren 1942 in Marseille, gestorben 1995 in Paris, war der große stilistische Erneuerer des französischen Kriminalromans. Den dekonstruktivistischen ‹Néo-polar› als französische Antwort auf die amerikanische Hardboiled-Schule hat er erfunden.
[...] Manchettes Romane sind grell, knapp und brutal geschrieben. Er benutzt Ironie nicht nur als Mittel gnadenloser politischer Analyse, sondern auch, um das stilistische Korsett des Krimi-Genres aufzubrechen, dessen konservatives Grundprinzip auf Wiederherstellung von Ordnung durch Aufklärung ausgerichtet ist. ...»

suspekt

  

«[...] In seinem Klassiker ‹Volles Leichenhaus› bietet Jean-Patrick Manchette besten Crime Noir, in Chandler- und Hammett-Tradition lakonisch und temporeich erzählt, zugleich aber auch eine vor hintergründigem Witz sprühende Story um den Ex-Gendarm Tarpon. [...] Tarpon ist genretypisch zynisch und illusionslos, die Sprache ist kurz und knapp. Umso witziger wirken seine Missgeschicke und die schrägen Typen, die ‹Volles Leichenhaus› bevölkern. Ein Highlight für jeden Krimi-Liebhaber [...]»

Literatur-Tipps

 

«Wir treffen den Helden am Tag der persönlichen Katastrophe: Der Kühlschrank ist leer, die Flasche mit dem ekligen Himbeergeist auch. Kein Kunde stapft die vier Stockwerke des verlotterten Pariser Mietshauses hoch, um einen Privatdetektiv zu engagieren. Da bleibt nur die Bankrotterklärung: Eugene Tarpon greift zum Telefon und kündigt seiner Mutter die Heimkehr des verlorenen Sohnes an.
Ein gruseliger Mord bringt die Rettung. In den nächsten vier Tagen überstürzen sich die Ereignisse um den geschassten Polizisten Tarpon. Unaufhaltsam verstrickt er sich in eine völlig undurchsichtige Geschichte. Die trostlose Welt der Gescheiterten und der ewigen Träumer der französischen Metropole entfaltet sich: Porno-Starlets hoffen auf die große Karriere. Halbirre Araber wollen Palästina befreien. Ein jüdischer Journalist schaltet sich ein, dessen Rolle auch unklar ist. Und dann meldet sich noch ein brutaler Mafia-Boss aus Amerika, der vor Sentimentalität ununterbrochen weint.
In Jean-Patrick Manchettes bereits 1973 erschienen Krimi «Volles Leichenhaus» geht es um moralische und rassische Reinheit, um Messer und Schießeisen und nicht zuletzt - ums Essen. Immer wenn der ausgehungerte Ermittler Tarpon fast dazu kommt, wird er entführt oder in eine Schlägerei verwickelt. Hungrig durchlebt er seine eigene Art Fegefeuer, denn er ist belastet von einer schrecklichen Schuld.
Er ist nicht der moralisch saubere Held auf der Suche nach Wahrheit und Gerechtigkeit wie viele nordamerikanische oder englische Kolleginnen und Kollegen. Er sitzt genauso im Dreck wie die Täter, denen er auf der Spur ist.
Tarpon ist ein illusionsloser Verlierer, kein zweifelnder Idealist wie die Kommissare der skandinavischen Literatur, deren innere Einsamkeit im Kontrast zur gesellschaftlichen Anerkennung steht.
Die Toten, die im Laufe der rasanten Geschichte das Pariser Leichenhaus füllen, sind literarische Pappkameraden ohne Identität. Nur dazu geschaffen, den Reinigungs- und Läuterungsprozess der Hauptfigur zu ermöglichen. Das einzige wirkliche Opfer ist der unschuldige Nachbar des Detektivs: Ein warmherziger Schneider, für den der einsame Wolf Tarpon Sympathie und Liebe empfindet. Zwar siegt auch in diesem Krimi die Gerechtigkeit, aber um den Preis weiterer Einsamkeit und Schuld.
Es ist eine gnadenlos kalte Welt, die der 1995 im Alter von nur 52 Jahren verstorbenen Schriftsteller und Drehbuchautor Jean-Patrick Manchette entwirft. Nur die feine Selbstironie des ständig über das Leben stolpernden Tarpon rettet ihn vorm Zynismus.
Es ist das Verdienst des kleinen Distel-Literatur-Verlages, in seiner «Serie Noire» diese Schätze der französischen Kriminalliteratur zu heben und gegen die angelsächsische und skandinavische Dominanz des Genres in Erinnerungen bringen.Krimifans werden an dieser brillant geschriebenen Geschichte ihre Freude haben: Eugene Tarpon ist eine wunderbar durchschnittliche Figur, die am Schluss sogar Geld hat für ein anständiges Mittagessen.»

DEUTSCHE WELLE

 

«J.-P. Manchette ist ein hervorragender Schriftsteller. Mit ätzender Feder. Mit ungewöhnlichem Humor, wunderbar schwarz; der mit erstaunlichem Schwung, makabre, gewalttätige, verrückte Geschichten erzählen kann, mit sicherem Gespür fürs Ambiente wie für die Spannung.»

POLICE HEBDO

 

«Beim Lesen von ‹Morgue pleine› (‹Volles Leichenhaus›) stellt man fest, daß J.-P. Manchette die unantastbaren Regeln des Genres erschüttert. Ein wahrer Krimi-Schmaus, voll Intelligenz und Schwung.»

ELLE

 

«Eine Hommage an Chandler und Hammett. Manchette macht den Weg frei für ein Geschöpf paradoxer Art, den linken Privatdetektiv [...]»

NOUVEL OBSÉRVATEUR

  

«Cool bis ans Herz ist das, kultig und verdienstvoll. Denn Manchettes post-roman-noir Werk bedarf dringend einer Wiederentdeckung.»

DIE WELT

 

«Jean-Patrick Manchette ist der große Desillusionist unter den französischen Erzählern. Unter seinem Blick bröckeln alle großen und kleinen Erzählungen der Gesellschaft, und es bleiben trostlose Momente, unerklärliche Situationen, dramatische Reaktionen, bizarre Lichtblicke. [...] Manchette ist ein kinematografischer Schreiber [...]»

SÜDDEUTSCHE ZEITUNG

 

«Jean-Patrick Manchette war der große stilistische Erneuerer des französischen Kriminalromans, [...] die französische Antwort auf die amerikanische Hard-boiled-Schule [...]»

TAZ – DIE TAGESZEITUNG

  

«Der Franzose Jean-Patrick Manchette, dessen hier zu Lande schmählich vernachlässigte Klassiker nun vom DistelLiteraturVerlag wieder zugänglich gemacht werden, hat mit dem Buch «Volles Leichenhaus» nicht einfach eine Hommage an die Amis geschrieben, ruppig, lakonisch und sarkastisch. Er hat wie in all seinen Romanen auch eine direkte Reaktion auf die Träume von Achtundsechzig geliefert [...]»

STUTTGARTER ZEITUNG

  

«[...] Klassiker mit langem Haltbarkeitsdatum. [...] Die Neuübersetzung bringt Manchettes Erzählton, seine kleinen Anspielungen und Bosheiten der Zeit sehr schön frisch und lebendig rüber.»

DIE WOCHE

 

«Jean-Patrick Manchette ist ein ausgezeichneter Krimi voll mit schwarzem Humor und Ironie gelungen. Er zeichnet das Leben und die Abenteuer des verhinderten <James Bond> in so wundervoller Weise, dass der Leser dieses Buch nur schwerlich aus der Hand legen mag. Natürlich fließt, wie von einem hard-boiled Krimi zu erwarten ist, viel Blut. Jedoch gibt es keine Seite, die dem Leser das Schmunzeln vergehen lässt. Unbedingt empfehlenswert.» 

Krimi-Forum.de

 

«[...] Geschickt balanciert Manchette zwischen überzogener Hommage an die Noir-Vorbilder und rasanter Groteske, und am Ende handelt es sich bei Eugène Tarpon doch um eine eigenständige französische Version eines Hardboiled-PI. Mit der Demontage der ich-erzählenden Heldenfigur löst sich Manchette von den Vorgaben und schlägt noch den letzten Stützpfosten aus der ohnehin düsteren Noir-Welt.»

Crime-Corner.de

  

«Manchette erzählt seine Geschichte sehr filmisch, mit knappen Beschreibungen, knappen Dialogen und mit einem trockenen Wortwitz. [...] Manchettes Stil ist lakonisch, trocken und trotzdem packend. ‹Volles Leichenhaus› wird in einem Sog erzählt, der den Leser mitreißt und ihn nicht ruhen lässt, bis die 200 Seiten verschlungen sind. Eugène Tarpon macht süchtig [...] nach mehr Geschichten um Eugène Tarpon.»

Tom's Krimitreff

 

 



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