Tödliche Luftschlösser

Manchette, Jean-Patrick

«VERGESST HOUELLEBECQ! [...] Der DistelLiteraturVerlag hat [seine Krimis] jetzt grandios neu übersetzt herausgegeben. Manchette starb 1995 mit 52 Jahren in Paris. Sein Nachname lässt sich mit ‹Schlag mit der flachen Hand› übersetzen. So schrieb er auch. Knallhart, pointiert, präzise. Besessen im Detail, wenn er beschreibt, wie eine Kugel ins Fleisch einschlägt. Dieser Autor bildete nüchtern ab. Gesellschaft, letztlich, und was sie aus Individuen macht. Mit seiner Sozialkritik war er dem französischen ‹Skandal-Autor› um Jahre voraus: Vergesst Houellebecq – lest Manchette. Der liebte das Zitieren anderer Autoren und mischte französische Hochsprache provokant mit Argot. [...] Alle Krimis vereint, dass die Helden keine Hoffnung kennen. Sie sind Teil der Konsumwelt, in der Frieden illusionär und Gewalt erst strukturell, dann konkret ist. Sie können nur überleben. Manchette hat amerikanische und schwedische Meister des Genres an die Wand geschrieben.»

Frankfurter Rundschau

  

«Very hard-boiled und wenn tatsächlich irgendjemand aus der Gilde der knallharten Krimiautoren nichts für schwache Nerven ist, dann dieser.» 

HÖR ZU

 

«Manchette [...] zeigt in diesem Thriller keine Gnade. Ohne Pause peitscht er die Actin vorwärts: Der Leser hat keine Chance, Atem zu holen. Manchettes Romanfiguren kennen keine Moral und keine Vernunft; der psychopathische Killer, sein Auftraggeber oder das Kindermädchen Julie schrecken vor nichts zurück. Ein unglaublich intensiver, ja geradezu beängstigender Krimi.»

20minuten

  

«Die oft verfilmten Krimis des Autors bilden sehr wohl ein anerkanntes Gegengewicht zu herkömmlichen Beiträgen dieser Spezies. Themen und Handlungsführung sind stets originell und ungewöhnlich. [...]» 

ekz

 

«[...] Der Plot ist schnörkellos, voll überraschender Wendungen und von extremer Spannung – ein Page-Turner, der den Leser packt und erst mit dem Ende des Romans wieder Atem holen lässt. [...]»

www.krimizeit.de

 

«[...] Atemberaubend und gnadenlos!» 

amazon.de

 

«[...] Zu den besten Krimis der Série noire des Verlages gehört zweifelslos ‹Tödliche Luftschlösser› [...] So wie Julie und ihr Schützling vom Killer und seinen Helfern gehetzt werden, wird der Leser pausenlos von einer atemberaubenden Szene zur nächsten überraschenden Wendung getrieben. Wie bei allen Krimis von Manchette lässt die Spannung keinen Augenblick nach. Der lakonisch-distanzierte Erzählstil und schwarze Humor Manchettes unterstreichen so manch grausliches Detail der Handlung und die radikalen Ansichten des Autors. Man kann Manchettes Geschichten genial oder scheußlich finden. Unbestritten ist, dass sie einen nie kalt lassen.»

www.evolver.de

 

«[...] Tempo hat der Roman, das ist der erste Eindruck, die Geschichte rast dahin und man muss sehen, dass man hinterher kommt. Auch die Sätze freilich rasen, vielmehr springen sie, über Stock und Stein, über alle Unebenheiten der Plotlogik hinweg. Atemlos ist, kein Wunder, die Diktion, parataktisch sind die Dialoge. [...] Mit knappen Strichen formt Manchette so, wie nebenbei, Klischeefiguren zu Menschen, nicht per charakterkundlichen Erläuterungen, sondern indem er sie zeigt in den Momenten, in denen sie tun. [...] Man darf mit Recht von einem vielschichtigen Roman sprechen, so schlank er ist, so rasant er ist. [...]»

Crime Corner 

 

«Nun habe ich [das Buch] vor mir liegen und [es] hat einige Stunden höchster Anspannung in mir hervorgerufen. [...] Wenn Sie dieses Buch schon kaufen, dann können Sie auch ‹Westküstenblues› kaufen. Ein Buch ist so schnell durchgelesen, da ist es immer gut, wenn man ein zweites in der Hinterhand hat. [...] Ich habe sie beide gern gelesen.»

www.maigret.de 

 

«Wahnwitz – ein passendes Wort für den Ablauf der Geschichte. Manchette zieht seine Protagonisten in einen wilden Sog aus Skurrilität, Gewalt und Irrsinn, die ihrem blutigen Finale unaufhaltsam entgegensteuern.»

www.maigret.de

 

«Die Gewalt nimmt ihren Lauf. Manchette inszeniert sie eisig [...], hält sich nicht mit Motivationen auf und mutmaßt nicht über die Psychologie der Figuren. Er übersetzt alles in Action pur. In Manchettes Welt gibt es keinen Trost. Er hat dem Kriminalroman jede Versöhnlichkeit, dem Leser jede Identifikationsmöglichkeit genommen. Das ist nicht schön, aber feine Literatur.»

Sonntagszeitung

  

«Bereits die ersten zehn Zeilen dieses Thrillers lassen erahnen, dass hier gelangweiltes Gähnen und Appelle an das eigene Durchhaltevermögen garantiert nicht auftreten werden. [...] Die Story lässt keinerlei Chance, Atem zu holen – eine ganze Lektüre-Nacht vergeht mit einem Wimpernschlag. Ein besseres Gegenmittel für laue Feiertagsabende und zuviel Braten im Bauch gibt es nicht. Also ab damit unter den Weihnachtsbaum!»

Express Marburg 

 

«Verschlinge Jean-Patrick Manchettes ‹Tödliche Luftschlösser› [...]»

«Doch [das Kindermädchen] reagiert unerwartet auf den Stress, die Lebensgefahr, und sie zeigt den Bösen, wo der Hammer hängt. Eine tolle Heldin mit Macken. Und der Roman ein toller Action-Thriller, Abenteuer-Thriller. Wie im Kino [...]. Ein wildes, wüstes, blutiges Märchen [...]. Jedenfalls genial, wie immer, Manchettes geschliffener, abgeschliffener, zugespitzter, durch Verknappung ungemein rasanter Stil. Drei Stunden atemlose Spannungslektüre. Wenn ich annerkennend statt abwertend, so sagen darf: Wie im Kino.»

Roberts Krimitagebuch

  

«Wenn sie der Natur ausgeliefert sind, passieren merkwürdige Dinge mit den Menschen. In freier Wildbahn entwickelt sich ein kaltblütiger Killer in einen steinzeitlichen Jäger [...] Der Killer als Jäger, eine bekannte Figur. In ‹Tödliche Luftschlösser› verleiht ihr der Autor Jean-Patrick Manchette parodistische Züge. Der Killer, äußerlich ein Gentleman, wird von innen quasi aufgefressen, sein Magen verhält sich nur dann ruhig, wenn er seine noch rohe Beute sofort nach dem Erlegen verzehrt. Und die Magenschmerzen des komisch degenerierten Jägers werden noch heftiger, weil sein geplanter Coup nicht klappt: Julie, ein Kindermädchen frisch aus der Nervenheilanstalt entlassen, und der kleine verstörte Peter, ein Millionenerbe, sollen bei einer fingierten Entführung umgebracht werden. Doch die beiden können Thompson und seinen Helfern entkommen, eine mörderische Verfolgungsjagd durch das Massif Central beginnt. In der rasanten Road-Story geht nicht nur eine komplette Kaufhaus-Etage in Flammen auf, Manchette hat auch ein haarsträubendes Finale parat. [...]» 

Badische Zeitung

 

«Der erzählerische Schwung von ‹Tödliche Luftschlösser› erinnert an ‹Fatal›.»

Le Nouvel Observateur

  

«Nach ‹Nada› ist ‹Tödliche Luftschlösser› vielleicht der beste Manchette.»

La Presse

 

 

 



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